Der Editor Vim

Historie

Der Editor *) Vim (vi improved) ist die Weiterentwicklung des vi, der ab 1976 entwickelt wurde und aus dem Editor ex entstand, der wiederum eine Weiterentwicklung des ed war. Diese sehr alten Editoren arbeiteten ausschließlich zeilenweise. Etwas anderes ließ das Arbeiten an einem Terminal und ließen die langsamen seriellen Leitungen zum (Zentral)Rechner nicht zu. PCs mit eigenem Prozessor und Betriebssystem, so etwas gab es zu der Zeit noch nicht. Man konnte deshalb nicht gleichzeitig Text schreiben und Befehle eingeben. Die Lösung des Problems bestand in der Einführung verschiedener Modi (Arbeitszuständen) für Text- und Befehlseingabe. Wie sollte man auch mit einem Editor arbeiten, wenn man das, was man tat, nur zeilenweise auf dem Drucker (oder Einfachst-Terminal) verfolgen konnte, es keine Pull-Down-Menüs und es so gut wie keine Sondertasten auf der Tastatur gab, die im Grunde denen einer mechanischen Schreibmaschine glich?

Diese Eigenart hat der Vim übernommen und behalten. Sie erlaubt bis heute das Arbeiten nicht nur auf sehr alten, sondern auch auf sehr einfachen Rechnern und eingeschränkten Tastaturen.

Homepage des Vim:
www.vim.org

Eine Erläuterung zum Vim findet sich auch bei Wikipedia:
de.wikipedia.org/wiki/Vim

Warum der?

Warum sollte man sich heute noch so etwas antun, was auf Ideen aus der Computersteinzeit aufbaut? Offenbar ist dieses Uralt-Konzept so erfolgreich, dass es mittlerweile sogar Vim-Emulationen für Word, Outlook und Visual Studio gibt...

Es ist also nicht schlecht, wenn man über einige Grundkennnisse des Vim verfügt. Dann kann man sich immer helfen. Er ist nicht nur schweizer Taschenmesser und Rot-Kreuz-Box in einem, sondern noch wesentlich mehr. Einige schöne Argumente für ihn liefert u. a. auch: www.zeroathome.de/wordpress/vim-warum-wieso-und-weshalb

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*) Ein Editor dient zur 'reinen' Texteingabe, er kann (und soll) Text also nicht auszeichnen (schreibe dies fett) und formatieren.



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