Router

Sicher gibt es Router fürs Internet heute viel und billig. Wer zu Hause noch einen alten Rechner hat, der den täglichen Ansprüche nicht mehr genügt, kann ihn aber noch als einen sehr hochwertigen Router benutzen, der mehr kann, als nur ins Internet durchzuwinken. Auch wenn heutige kommerzielle Hardware-WLan-Router sich mit Features wie DHCP-Server, Filter und Firewwall schmücken, so sind die Fähigkeiten der linuxbasierten Software-Lösungen doch wesentlich größer und umfangreicher - und vor allem (aber nicht nur) dann angebracht, wenn mehrere Personen von verschiedenen Rechnern aus über den Router aufs Internet zugreifen.

FLI4L - Der Linux-Mini-Router

Während man für vorher genannten Lösungen Rechner mit eigener Festplatte braucht, kommt der Mini-Router FLI4L mit einem Uralt-Rechner auch ohne aus: Diskettenlaufwerk(wer hat das noch?), 486er-Prozessor, 16 MB Ram genügen. Hier hat man also einen Router für's Internet, der auch gleichzeitig noch Druckerserver sein und teilweise Funktionen eines Email-Servers übernehmen kann.
http://www.fli4l.de/

IPcop

Der IPcop ist eine eigene Router- und Firewall-Distribution. Er bietet sehr umfangreiche Möglichkeiten zur Steuerung und Überwachung des Netzzugangs bis hin zur Einrichtung eines VPNs. Vor allem aufgrund seiner zahllosen add-ons (Zusatzpakete), die seine Funktionalität erweitern, ist er ein wirkliches Router-Firewall-Rundumpaket. Die Zusatzpakete aufzuführen würde diesen Artikel sprengen. Der IPcop ist von jedem angeschlossenen Client-Rechner aus über sein Web-Interface mit jedem beliebigen Browser administrierbar.
http://www.ipcop.org/

Server

Ein auf Linux basierendes System bietet ideale Vorausetzungen für jedwede Server-Lösung: billig, komplette Softwareausstattung, einfach zu installieren und zu administrieren. Alle großen Distributionen liefern zu jedem erdenklichen Serverbetrieb die notwendige Ausstattung mit. So kann der interessierte Nutzer sich seinen ihm gemäßen Server selbst zusammenstellen. Unter den vielen Hinweisen, Anleitungen und Foren finden sich z.B.:

Für Ubuntu findet sich z. B. eine Anleitung z. B. unter:
http://www.linux-home-server.de/

Auch auf Supportforen finden sich dazu Anleitungen und Hilfestellungen, z. B. beim Linux-Club für OpenSuse Linux:
http://www.linux-club.de/

Das OpenBook
Das distributionsunabhängige Handbuch zu Linux (auch zur Servereinrichtung) des Galileo-Verlages. Online zu lesen oder herunterladbar:
http://openbook.galileocomputing.de/linux

Fertige Serverlösungen bieten im Allgemeinen mindestens folgende Funktionen:

Als SOHO-Server (Small-Office / Home-Office) wäre ist z. B. der auf Slackware basierendende SLAMPP zu nennen:
http://slampp.abangadek.com/info/
Slampp ist eine Live-Distribution mit allen Programmen zum Aufsetzen eines Servers oder für den Aufbau eines kleinen Netzwerks. Die Distribution hat daneben noch Desktop-Programme wie Firefox, Gimp, Abiword und Gnumeric an Bord, was herkömmliches Arbeiten am PC ermöglicht. Als Desktop-Oberfläche dient Xfce. SLAMPP ist also kein echter "Nur-Server".

Eisfair

Sehr umfangreich ausgestattet, aber als reiner Server ohne Desktopprogramme (wie es sein sollte!) nicht nur für den SOHO-Bereich geeignet.. Er bietet:

Samt deutschsprachigem Wiki zu finden bei:
http://www.eisfair.org/

Freie Server für den Bildungsbereich

Auch Server mit dem Schwerpunkt "Schule" eignen sich nicht nur für den Einsatz im Bildungsbereich. Vor allem durch die zentrale Benutzerverwaltung (!) und die einfache Anbindung von Windows-Clients sind sie auch als SOHO-Lösungen angesagt. Wobei SOHO hier heißt: Die Verwaltung und die Benutzung durch hunderte Usern gleichzeitig ist (entsprechende Hardware vorausgesetzt) kein Problem. Hier eignen sich die freien Server Arktur und Skolelinux besonders.

Arktur

Vormals: c't-ODS-Server
Initialisiert wurde er ursprünglich von der Zeitschrift c't. Mit mehreren tausend Installationen im Bundesgebiet dürfte Arktur den größten Anteil an den Schulservern haben. Das ISO-Image kann von der zentralen Anlaufseite heruntergeladen werden:
http://www.arktur.shuttle.de/
Eine Bezugsmöglichkeit des Arktur auf DVD ist dort ebenfalls angegeben.

Die Installation des Arktur ist sehr simpel. Er fordert eine relativ geringe Hardwareausstattung.
Für das Intranet bietet er:

Für das Internet stellt Arktur bereit:

Skolelinux

Skolelinux ist eine Entwicklung aus Skandinavien, die mittlerweile in vielen europäischen Ländern weitergeführt wird, so auch in Deutschland. Skolelinux basiert auf der Debian-Distribution und legt Wert auf:

Allerdings: die bei Skolelinux verwendete Clientsoftware ist - da auf Debian-Stable beruhend - nicht immer die allerneueste. Skolelinux findet man unter:
http://www.skolelinux.de

Wichtig: Bei Skolelinux ist serverseitig keine Filtersoftware vorgesehen! Ein Extra-Router ist also ein Muss!

Terminalserver

Neben den oben genannten Servern gibt es noch die reinen Terminal-Server-Lösungen.
Der Terminal-Server bietet nicht nur einen Kommunikations-Server wie oben, stellt auch die Anwendungspreogramme für die Clients zur Verfügung, so dass diese nur einmal - und zwar auf dem Server - bereitgestellt werden müssen. Die Clients sind nur noch "dumme" Terminals, im besten Fall ohne Diskettenlaufwerk, CD und Festplatte. Eine Reihe von Schulen setzen solche Terminal-Server bereits ein. Ein Beispiel findet sich unter:
http://www.n-hilden.de/elektronisches-klassenzimmer

Die Realsierung eines linux-basierten Terminal-Servers ist u. a. hier aufgeführt:

Marler Thin-Client-Lösung
Eine fertige Lösung bietet die Linux-User-Group Marl an:
http://marl.linuxfreunde.de/kmLinuxTSE.html

Bernd Kokavecz
bietet auf seinen Seiten Erläuterungen und Beschreibungen zum Terminal-Server und seinem schulischen Einsatz:
http://www.kokavecz.de

Weitere Hinweise gibt der Linux-Arbeitskreis Hamburg
Dieser Linux-Arbeitskreis Hamburg erarbeitete 1998/99 die Konfiguration eines Linux-Schulservers für 200 Hamburger Schulen. Auf privater Basis arbeiten die Initiatoren weiter am schulischen Linux-Einsatz. Dazu gehört auch das Projekt Thintelligent.Net, dass eine Terminal-Serverlösung mit Thin-Clients beschreibt:
http://www.linux-hamburg.de


[ nach oben ]     [ Startseite ]